Benchmarking

Eine kurze Definition von Benchmarking

Wie innovationsfähig sind wir? Sind wir schneller geworden? Ein Benchmark beantwortet solche Fragen.

Ein Benchmark stellt laut der International Software Benchmarking Standards Group (ISBSG) einen Vergleich von Softwareprojekten mit dem Markt hinsichtlich ihrer Effizienz dar. Der Vergleich beruht auf Kennzahlen, die jeweils aus dem Output der Entwicklung und den dafür benötigten Ressourcen gebildet werden. Basis für solche Kennzahlen ist die Softwaregröße, die standardisiert vermessen wird. Der Vorteil solcher Kennzahlen besteht darin, dass sie belastbare Aussagen ermöglichen. Sie können herangezogen werden, um best practises zu identifizieren oder um Angebote zu vergleichen.

Schon die Datensammlung und -auswertung im Vorfeld eines Benchmarks machen Risiken, Stärken und Schwächen von Projekten, ja auch Unternehmensprozesse transparent. Dies stellt Anforderungen an eine offene und von Schuldzuweisungen befreite Unternehmenskultur. Ein erfolgreicher Benchmark erfordert, dass die damit verbundenen Ziele unmissverständlich und offen kommuniziert werden.

Beispiel: Ergebnis eines (fiktiven) Benchmarks


Das magische Dreieck: Produktivität, Time to Market und Qualität im Benchmark

Die Grafik zeigt ein mögliches Ergebnis für einen Projektbenchmark.

  • Der "Markt" wird dargestellt durch das gelbe Dreieck, das best-practise Werte für die drei Kennzahlen ausdrückt.
  • Das magentafarbene Dreieck repräsentiert die erhobenen Kennzahlen für das Projekt.

Der Marktvergleich ergibt für das Projekt niedrigere Werte bezüglich Qualität und Produktivität: Die magentafarbene Linie befindet sich für die beiden Kennzahlen innerhalb des gelben Dreiecks. Jedoch ist das Projekt besser als der Markt bei der Kennzahl Geschwindigkeit der Entwicklung (Time to Market). Interpretation: Termindruck erzeugt in vielen Unternehmen zwar eine hohe Geschwindigkeit, diese wird jedoch mit Einbußen in Produktivität und Qualität erkauft:

Geschwindigkeit kostet Geld!

Wenn eine hohe Geschwindigkeit zur Unternehmensstrategie gehört, dürfte dieses Ergebnis weniger überraschen, als wenn das Unternehmen vorher eine Qualitätsoffensive eingeleitet hätte, die durch einen Benchmark bestätigt werden sollte. Im letzteren Fall wären wohl Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität notwendig.

 

Benchmarking bringt Klarheit
aestimat begleitet den gesamten Benchmarking-Prozess

Im Vorfeld eines Benchmarks

  • Auswahl des Benchmarkanbieters
  • Definition von KPIs/Kennzahlen
  • Kommunikation der Ziele, die mit dem Benchmark verfolgt werden

Bei der Datenanalyse

  • Datensammlung
  • Datenanalyse und Generierung von KPIs

Bei der Interpretation von Ergebnissen

  • Ableitung von Maßnahmen zur Verbesserung der Performance
  • Konfliktmanagement und Coaching
Fachartikel zu Benchmarking
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