Themenlabor Arbeiten 4.0 im Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Zusammen mit etwa 150 Selbständigen, Vertretern von Verbänden und Universitäten nahm ich heute am Themenlabor Arbeiten 4.0 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales teil. Vordergründig ging es um Solopreneure, Unternehmer, Gründer, im Grunde aber um die leidige Frage, wie die Konten der gesetzlichen Sozialversicherungen endlich auch durch Selbständige gefüllt werden. Soweit so einleuchtend. Diskussionen und Workshops ergaben allerdings ein heterogenes Bild, das wir von Selbständigen haben. Man war sich einig, dass, wenn schon Einzahlen in die GRV (gesetzliche Rentenversicherung), sollen das dann doch bitte alle tun, auch beispielsweise Beamte. Das Eingeständnis eines Vertreters des Ministeriums, dass das Thema Selbständigkeit als gleichwertige Daseinsform zur Festanstellung in den Köpfen nicht nur von Politikern noch nicht so recht etabliert ist, hat mich dann doch nachdenklich gemacht.

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Versöhnlich stimmte mich der Satz der Ministerin, dass ihr Ministerium zu dem Thema Arbeiten 4.0 und dem Umgang mit Selbständigen inzwischen sehr viele Fragen habe, jedoch keine schnelle Lösung hervorbringe.

Fragen sind der Weg zur Lösung, sagte erst gestern ein Coach-Kollege. Und gute Fragen können hervorragende Lösungen hervorbringen. Ich wünsche der Ministerin gute Fragen!